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Bericht des WFV unter www.wuerttfv.de vom 20.04.2020 :

Seit dem 12. MĂ€rz 2020 ruht der Spielbetrieb im wĂŒrttembergischen Amateurfußball aufgrund der schwerwiegenden Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf das öffentliche Leben. Trotz leichter Lockerungen der BeschrĂ€nkungen ist zum jetzigen Zeitpunkt nicht absehbar, wann wieder gespielt werden kann.
Nach den Entscheidungen anderer National- und LandesverbĂ€nde zum Fortgang des Spielbetriebs gibt es eine verstĂ€ndliche Erwartungshaltung, dass sich auch der wfv zeitnah dazu erklĂ€rt, wann und unter welchen Voraussetzungen wieder gespielt wird. Aktuell sehen wir uns dazu aber noch nicht in der Lage, und zwar aus den folgenden GrĂŒnden:
 
  • Es gibt kein Szenario, das alle Beteiligten zufrieden stellen wird. Wenn zu den vorab vereinbarten Wettbewerbsbedingungen die Saison 2019/20 nicht zu Ende gespielt werden kann, resultieren daraus zahlreiche rechtliche Fragen. Diese lassen wir derzeit extern prĂŒfen und rechnen mit Ergebnissen im Laufe der Woche. Erst dann wollen wir auf einer gesicherten Grundlage in die inhaltliche Diskussion gehen. Wir bitten um VerstĂ€ndnis dafĂŒr, dass wir uns mit allen rechtlichen Argumenten erst grĂŒndlich auseinandersetzen wollen und mĂŒssen. Sowohl das Haftungsrisiko der VerbĂ€nde als auch das persönliche der EntscheidungstrĂ€ger machen dies erforderlich. Vor allem geht es uns aber darum, die Rechtpositionen der Vereine zu wahren. Deshalb ist ein sorgfĂ€ltiges Vorgehen in dieser wichtigen Frage zwingend.
  • Erforderlich ist zudem eine detaillierte Abstimmung ĂŒber das weitere Vorgehen mit den TrĂ€gern der ĂŒbergeordneten Ligen. Auch dort gibt es noch keine Entscheidungen ĂŒber den weiteren Saisonverlauf. Wenn wir isoliert vollendete Tatsachen schaffen, die spĂ€ter nicht in Einklang mit denen bspw. der Regionalliga SĂŒdwest gebracht werden können, gehen damit erhebliche rechtliche Probleme einher.
  • Auch eine Entscheidung ĂŒber die Aussetzung des Spielbetriebs bis 15. August oder 1. September 2020 wĂ€re zum jetzigen Zeitpunkt verfrĂŒht. Die Rechtsverordnung des Landes Baden-WĂŒrttemberg, die in der aktuellen Fassung erst am heutigen Tag in Kraft getreten ist, nennt im Moment den 3. Mai 2020 als Datum, bis zu dem es EinschrĂ€nkungen des öffentlichen Lebens gibt, die auch die Austragung von Fußballspielen unmöglich machen. Eine belastbare EinschĂ€tzung, ob danach wieder gespielt werden kann, ist angesichts der dynamischen Entwicklungen nicht möglich. Nach unserer aktuellen Spielordnung dauert das Spieljahr bis 30. Juni 2020. Es erscheint rechtlich problematisch, bereits jetzt unwiderruflich darĂŒber zu entscheiden, bis dahin auch dann nicht mehr zu spielen, sollte es rechtlich wieder möglich werden. Mit einer kompletten Aussetzung des Spielbetriebs und dem pauschalen Ausschluss von Alternativen wie bspw. Geisterspielen, wĂŒrden wir zudem unsere Möglichkeiten, einen Landespokal-Sieger 2019/20 und damit den Teilnehmer am DFB-Pokal 2020/21 zu ermitteln, ohne zwingende GrĂŒnde erheblich einschrĂ€nken. Dies wollen wir vermeiden.
  • Abwarten wollen wir außerdem die Beratungen zwischen Bund und MinisterprĂ€sidenten am 30. April 2020, in deren Rahmen eine gemeinsame Position zum Sport entwickelt werden soll. Erst dann wird Klarheit herrschen, inwieweit das derzeitige Trainings- und Spielverbot im Fußball aufrechterhalten wird.
wfv-PrĂ€sident Matthias Schöck: „Auch vor dem Hintergrund stĂ€ndig neuer Wasserstandsmeldungen hinsichtlich der FortfĂŒhrung der Saison sind wir gut beraten, einen kĂŒhlen Kopf zu bewahren und alle möglichen Alternativen auf die wichtigen Kriterien hin intensiv zu prĂŒfen. Wir haben sehr viele GesprĂ€che gefĂŒhrt, Meinungen eingeholt und Szenarien durchgespielt. Ich bin sehr dankbar dafĂŒr, dass wir in Baden-WĂŒrttemberg eine einheitliche Haltung hinsichtlich unserer gemeinsamen Vorgehensweise haben. Uns allen ist bewusst, dass der Fußball eine wichtige Rolle in unserer Gesellschaft spielt, aber im Moment angesichts der gesundheitlichen Herausforderungen in den Hintergrund treten muss.“
 
Wie geht es weiter?
Sobald uns das beauftragte Rechtsgutachten vorliegt, werden sich unsere Verbandgremien auf dieser Grundlage mit Modellen befassen, ob und ggf. wie die Saison 2019/20 zu Ende gebracht werden kann. In der Folge wollen wir uns dann innerhalb Baden-WĂŒrttembergs und mit der Regionalliga SĂŒdwest abstimmen. Wir gehen davon aus, dass wir dann ĂŒber die Ergebnisse der Beratungen Anfang Mai informieren können.
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